Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT)
„Liebe ist nicht der Zuckerguss auf dem Kuchen des Lebens, sondern ein ebenso elementares, primäres Bedürfnis wie das Bedürfnis nach Sauerstoff oder Wasser.“
– Sue Johnson, Begründerin der EFT
Weil Bindung uns so wichtig ist, tut es so weh, wenn sie bedroht scheint, und darum streiten wir dann so heftig: nicht, weil wir nicht mehr lieben, sondern weil wir die Nähe vermissen.
Die EFT ist ein strukturierter, sehr gut erforschter Ansatz für die Arbeit mit Paaren. Wir machen sichtbar, welche Gefühle hinter euren Streitmustern stecken: hinter Vorwürfen oft Sehnsucht, hinter Rückzug oft Angst. Wenn ihr das beieinander erkennt, wird ein Ausstieg aus dem ewig gleichen Kreislauf möglich.
Besonders hilfreich ist die EFT bei eingeschliffenen Streitmustern, bei alten Verletzungen, die nicht heilen wollen, und bei neuen Herausforderungen, etwa wenn neue Fantasien auftauchen oder eine Beziehungsöffnung im Raum steht.
Ich bin in EFT nach Sue Johnson ausgebildet und gerade auf dem Weg zur abschließenden Zertifizierung.
Mehr über die EFT erfährst du bei EFT Paartherapie Österreich.
Systemische Arbeit
Meine Arbeitsweise ist grundsätzlich systemisch geprägt. Das bedeutet, ich schaue nicht nur auf eine Person und „ihr Problem“, sondern auf das Ganze. Denn ein und dasselbe Verhalten kann in einer Beziehung völlig anders interpretiert werden als in einer anderen, und entsprechend wird es sich unterschiedlich auswirken. Und oft zeigt sich, dass sich ein Problem gerade deshalb hält, weil alle Beteiligten (ungewollt) dazu beitragen.
Dazu kommt der konstruktivistische Gedanke, der mich immer wieder fasziniert: Es gibt keine „wirkliche Wirklichkeit“ (sehr lesenswert dazu: Paul Watzlawick, „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“). Was wir erleben, hängt vielmehr davon ab, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Nirgends zeigt sich das deutlicher als bei Paaren, die sich an denselben Streit ganz unterschiedlich erinnern oder für die dabei völlig unterschiedliche Dinge wichtig waren.
Ganz praktisch nutze ich z. B. Aufstellungen mit Figuren: Dabei werden Beziehungen auf dem Tisch sichtbar, und oft versteht man in wenigen Minuten, wofür man vorher Stunden an Worten gebraucht hat.
(Systemische Sexual- und Paartherapie u. a. nach Prof. Dr. Ulrich Clement und Dr. Friederike von Tiedemann. Lesetipps dazu findest du bei den Ressourcen.)