Logo Neue Lust lebenNeue Lust lebenDr. Friederike KleinknechtBeziehungs- & Sexualberatung

Methoden

Friederike Kleinknecht im Gespräch mit einem Paar

Wie ich arbeite

Kein einzelner Ansatz wird allem gerecht, was in Sexualität und Beziehung zusammenkommt. Deshalb verbinde ich Methoden, die jeweils einen anderen Zugang eröffnen:

  • zur Beziehung – zur Dynamik zwischen euch als Paar, in der Familie oder im ganzen Beziehungsnetz,
  • zum Körper – in dem all unser Erleben stattfindet und der bei Sexualität ja meist irgendwie beteiligt ist,
  • zum Inneren – zu Gefühlen, Fantasien, Wünschen und allem, was unbewusst in uns abläuft,
  • zum Kopf – zu dem, was wir über Sex und Beziehung wissen, denken und wie wir miteinander sprechen.

Ich arbeite ressourcen- und lösungsorientiert und setze gern Imaginations- und Körperübungen ein. Keine Sorge, in der Praxis zieht sich niemand aus. Aber den eigenen Körper bewusster zu spüren, kann unglaublich hilfreich sein.

Dabei bin ich immer transparent, was ich vorschlage und warum, und ich hole dich dort ab, wo du gerade stehst. Ich verstehe mich als „Bergführerin“: Wohin es gehen soll, bestimmst du. Ich helfe nur dabei, den besten Weg dorthin zu finden.

Friederike Kleinknecht zeichnet am Flipchart den Kreislauf eines Paarkonflikts (liegende Acht)

Die Beziehung: EFT & systemische Arbeit

Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT)

„Liebe ist nicht der Zuckerguss auf dem Kuchen des Lebens, sondern ein ebenso elementares, primäres Bedürfnis wie das Bedürfnis nach Sauerstoff oder Wasser.“

– Sue Johnson, Begründerin der EFT

Weil Bindung uns so wichtig ist, tut es so weh, wenn sie bedroht scheint, und darum streiten wir dann so heftig: nicht, weil wir nicht mehr lieben, sondern weil wir die Nähe vermissen.

Die EFT ist ein strukturierter, sehr gut erforschter Ansatz für die Arbeit mit Paaren. Wir machen sichtbar, welche Gefühle hinter euren Streitmustern stecken: hinter Vorwürfen oft Sehnsucht, hinter Rückzug oft Angst. Wenn ihr das beieinander erkennt, wird ein Ausstieg aus dem ewig gleichen Kreislauf möglich.

Besonders hilfreich ist die EFT bei eingeschliffenen Streitmustern, bei alten Verletzungen, die nicht heilen wollen, und bei neuen Herausforderungen, etwa wenn neue Fantasien auftauchen oder eine Beziehungsöffnung im Raum steht.

Ich bin in EFT nach Sue Johnson ausgebildet und gerade auf dem Weg zur abschließenden Zertifizierung.

Mehr über die EFT erfährst du bei EFT Paartherapie Österreich.

Systemische Arbeit

Meine Arbeitsweise ist grundsätzlich systemisch geprägt. Das bedeutet, ich schaue nicht nur auf eine Person und „ihr Problem“, sondern auf das Ganze. Denn ein und dasselbe Verhalten kann in einer Beziehung völlig anders interpretiert werden als in einer anderen, und entsprechend wird es sich unterschiedlich auswirken. Und oft zeigt sich, dass sich ein Problem gerade deshalb hält, weil alle Beteiligten (ungewollt) dazu beitragen.

Dazu kommt der konstruktivistische Gedanke, der mich immer wieder fasziniert: Es gibt keine „wirkliche Wirklichkeit“ (sehr lesenswert dazu: Paul Watzlawick, „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“). Was wir erleben, hängt vielmehr davon ab, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Nirgends zeigt sich das deutlicher als bei Paaren, die sich an denselben Streit ganz unterschiedlich erinnern oder für die dabei völlig unterschiedliche Dinge wichtig waren.

Ganz praktisch nutze ich z. B. Aufstellungen mit Figuren: Dabei werden Beziehungen auf dem Tisch sichtbar, und oft versteht man in wenigen Minuten, wofür man vorher Stunden an Worten gebraucht hat.

(Systemische Sexual- und Paartherapie u. a. nach Prof. Dr. Ulrich Clement und Dr. Friederike von Tiedemann. Lesetipps dazu findest du bei den Ressourcen.)

Friederike Kleinknecht zeigt mit den Händen eine Übung

Der Körper: Embodiment & Sexocorporel

Sexualität findet im Körper statt – das klingt banal, wird aber in vielen Beratungs- und Therapieansätzen erstaunlich wenig beachtet.

Ich arbeite grundsätzlich embodimentorientiert. Embodiment meint die Tatsache, dass sich Psyche und Körper gegenseitig beeinflussen: Wie wir uns fühlen, zeigt sich in Haltung, Atmung und Bewegung – und umgekehrt verändert sich unser Erleben, wenn wir anders stehen, atmen oder uns bewegen. Diesen Weg vom Körper zur Psyche nutze ich gezielt, um innere Prozesse anzustoßen und zu unterstützen. Embodiment ist auch eine Grundlage vieler anderer Ansätze, mit denen ich arbeite: von Sexocorporel über das Zürcher Ressourcen Modell® (nach Dr. Maja Storch) bis zum hypnosystemischen Ansatz.

Sexocorporel ist ein körperorientierter Ansatz der Sexualtherapie, begründet von dem kanadischen Sexologen Jean-Yves Desjardins. Er geht davon aus, dass wir unsere Art, Erregung und Lust zu erleben und zu steigern, im Laufe unseres Lebens gelernt haben – und was gelernt ist, lässt sich erweitern. Mit gezielten Übungen zu Atmung, Bewegung und Wahrnehmung können neue Erregungsmuster entstehen und die Genussfähigkeit wachsen. Mehr über den Ansatz erfährst du hier.

Beratung zu dritt im Praxisraum

Das Innere: hypnosystemische Arbeit & ZRM

Manchmal wissen wir eigentlich ganz genau, was das Richtige wäre – aber der innere Schweinehund liegt faul auf dem Sofa und ist nicht dazu zu bewegen, auch nur eine Pfote zu rühren. Oder wir tun etwas und haben das Gefühl, nicht anders zu können, obwohl wir genau wissen, dass es das Falsche ist.

In beiden Fällen wirkt etwas, das in uns unwillkürlich abläuft, also ohne dass wir es bewusst steuern – es passiert einfach. Genau hier setzt die hypnosystemische Arbeit (nach Dr. Gunther Schmidt) an: Statt gegen diese Kräfte anzukämpfen, nehmen wir sie ernst und beziehen sie mit ein.

Dazu arbeite ich mit Bildern, Metaphern, Körperempfindungen und Haltungen. Ziel ist, dass Kopf und Bauch an einem Strang ziehen, statt gegeneinander zu kämpfen. Ähnlich funktioniert das Zürcher Ressourcen Modell® (Dr. Maja Storch): Ein inneres Bild, ein passender Satz und eine Körperhaltung helfen, eine gewünschte Haltung im Alltag abrufbar zu machen.

Besonders wichtig ist dieser Zugang bei sexuellen Fantasien (sehr inspirierend finde ich hier die Arbeit von Dr. Angelika Eck). Es gibt wenig, von dem ich noch nicht gehört habe. Gleichzeitig weiß ich, dass zwischen Fantasie, Wunsch und Wirklichkeit oft Welten liegen.

Friederike Kleinknecht erklärt etwas mit anatomischen Modellen

Der Kopf: Wissen & sexuelle Bildung

Manchmal hilft schon Wissen. Viele Menschen haben nie wirklich gelernt, wie ihr Körper funktioniert, wie Erregung entsteht oder wie unterschiedlich Lust sein darf. Stattdessen haben sie Mythen, Pornos und gut gemeinte Halbwahrheiten im Kopf.

Als akademisch geprüfte Sexualpädagogin erkläre ich in der Beratung gern auch ganz konkret, was im Körper und in den Genitalien passiert – mit anatomischen Modellen, Zeichnungen oder einfach in klaren Worten. Oft ist das schon eine große Entlastung: „Ach, das ist also ganz normal!“

Auch über Beziehungen gibt es viel Erhellendes zu wissen: warum ihr in Konflikten genau so aufeinander reagiert, wie ihr es tut, und was das Nervensystem damit zu tun hat. Dabei erkläre ich gern bildhaft, mit viel Gestik und Einsatz des ganzen Körpers – je anschaulicher eine Erklärung, desto eher bleibt sie hängen.

Und mein eigener Kopf? Der ist gut gefüttert: Ich lese viel und quer durch alles, was mit Sexualität, Beziehung und Psychologie zu tun hat, und bilde mich laufend fort.

Außerdem halte ich immer wieder Vorträge und Workshops und gebe mein Wissen in der Erwachsenenbildung weiter. Alle Termine findest du hier: Termine.

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